Aktuelles
Auf dieser Seite werde ich immer einstellen wenn sich etwas Neues im "Fall" unseres Sohnes ergibt..........
Es gibt so viele Fragen aber keine Antworten:
Warum hörte in jener Nacht eine Frau, die in der Nähe des Clubhaus wohnt, den Schrei einen jungen Mannes? War das mein Andreas.
Kann es sein, das es sich nicht nur um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um eine Schlägerei handelte?
Wurde Andreas gestoßen und ist dabei auf den Hinterkopf gefallen? War er dabei eventuell ohnmächtig, wurde für tot gehalten und ist im Rhein entsorgt worden ?
Laut Spurenakte lag unser Sohn auf dem Boden, weil er über eine Wurzel oder ähnlichem gestolpert war....ist er gestolpert oder wurde er geschlagen oder gestoßen?
Komisch bei der ganzen Geschichte ist, das in jener Nacht zwei unterschiedliche Partys waren und am Bahnhof die ganze Zeit Jungs und Mädels von ihren Verwandten abgeholt wurden.
In der Nacht vom 26.11.2006 waren zwischen 2.00 Uhr und 5.45 Uhr immer wieder Leute am Bahnhof aber keiner hat meinen Andreas gesehen????
Wir gehen nicht mehr davon aus, das unser Andreas nach dieser Party noch in Haueneberstein im Antons war.
Die Personenbeschreibung der dort arbeitenden Bedienung entspricht nicht der unseres Sohnes.
Die Kleidung, die Andreas angeblich in dieser Nacht trug, sind Kleider, die einer der besten Freunde von Andy besitzt.
Genauso wie sie aussagte er hätte Marlboro geraucht und ein wertvolles silbernes Feuerzeug besessen.
Andreas hat sich aus Tabak selbst Zigaretten gedreht und hat ganz normale billige Wegwerffeuerzeuge besessen.
Man ging davon aus, das der Tabak aufgebraucht und Andreas sich Zigaretten besorgt hätte aber auch das ist nicht richtig, denn der Bestatter, der Andreas am Rhein bergen musste, sollte in den Hosentaschen unseres toten Sohnes nach Ausweispapieren suchen. Er fand in den Taschen von Andreas ein halbes Päckchen Tabak, die Zigarettenplättchen, sogar eine kleine Ersatzbatterie, für den seit dieser Nacht verschwundenen MP 3 Player.
Sie sagte aus Andreas war ein Einzelgänger und hätte Stress mit seiner Mutter gehabt, auch das trifft nicht auf unseren Sohn zu.
Andreas und sein bester Freund waren eineinhalb Wochen zuvor zusammen im Antons, wir gehen davon aus, das die Bedienung unseren Sohn verwechselte und sich vielleicht auch am Datum irrte.
So wie es aussieht verliert sich die Spur von Andreas auf der Party oder auf dem Weg zum Bahnhof Kuppenheim.
Warum bekommt man von Seiten der Justiz keine Hilfe, warum muß man für alles einen Anwalt nehmen. Es geht doch um mein Kind, das ich unter Schmerzen geboren habe, habe ich nach seinem Tod keine Rechte mehr?
Sollen wir wegen dem fehlenden Finanziellen weniger Rechte haben und weniger erfahren dürfen ?
Oder geben wir eher Ruhe wenn die Kosten zu hoch werden und lassen dann endlich von allem ab...ein Fall weniger...
Es geht doch um ein Menschenleben, es geht um mein Kind.
Und wenn sich die ganze Welt gegen mich stellt, ich gebe niemals Ruhe, solange ich lebe oder solange ich etwas in Erfahrung bringen kann.
Diese ganzen Fälle die ich als ungeklärte Schicksale auf Andys Gedenkseite habe, sollen diese Söhne alle freiwillig ins Wasser sein? Sollen die alle depressiv und verzweifelt gewesen sein?
Ich weiß nur eines, ein Ertrinkungstod dauert drei bis fünf Minuten. Andreas war direkt an den Bahngleisen, wäre es da nicht einfacher und ein schnellerer Tod, sich vor einen Zug zu stürzen?
Wie soll es ein Unfall gewesen sein, hätte Andreas nicht auch da Richtung Wasser gehen müssen?
Fragen über Fragen und keine Antworten..........
Beim freiwilligen sozialen Jahr bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, einen Brief an sich selbst zu schreiben. Sie sollten darin vermerken welche Ziele sie für ihr Leben haben und für das beginnende freiwillige soziale Jahr.
Nach Beendigung des Jahres sollten sie ihre verschlossenen Briefe zurück erhalten um zu sehen, ob sie ihre gesteckten Ziele erreicht haben, ihre Wünsche und Vorstellungen sich erfüllten.
Die Leiterin der FSJ Gruppe dachte , das ich den handgeschrieben, ungeöffneten Brief von Andreas wohl gerne haben möchte und sendete ihn mir.
Da der Brief zwei Monate vor seinem Tod geschrieben wurde wäre er sicher noch wertvoller für mich.
Ich las die Zeilen unter vielen Tränen und mußte dennoch unter Tränen lachen, denn er war geschrieben wie mein Andy eben war, total lustig und in schwäbischem Dialekt.
Er lobte seine Arbeit, seine Kollegen und alles machte ihm unwahrscheinlichen Spaß.
Andreas hätte in diesem Brief Frust abbauen können, wenn er welchen gehabt hätte, er hätte schreiben können wenn ihm irgendwas nicht behagte oder mit etwas nicht klar kam, denn diesen Brief hätte er ja nach diesem Jahr wieder zurück bekommen.
Aber dem war nicht so, wäre der Anlass nicht ein so trauriger gewesen wäre ich vor Freude gesprungen über die Worte meines Sohnes.