Gedanken

                                                                      

                                                                                                                                                                                                             

 

                   Diese Gedichte habe ich in schweren Stunden geschrieben.....

Der Gang zu Deinem Grab ist traurig und schwer,
mein Körper so müde, die Augen so leer.
Ich will es nicht glauben, was Dir geschah,
Du bist in meinen Gedanken, meinem Herzen so nah.
Wie soll ich verstehen, dass mein Kind nicht mehr lebt?
Nun steh ich vor Deinem Grab, die Erde um mich bebt.
Andreas, Du wirst mir den Schuldigen zeigen, damit ich mich nicht mehr so quäle,
denn nur Dein Körper ist tot, aber nicht die Kraft Deiner Seele.
Ich wünsche diesem " Jemand" dass es ihm so geht wie mir,
dass er nicht mehr schlafen, nicht mehr essen kann, die Gedanken immer bei Dir.
Wenn er ein Herz hätte, würde er sprechen,
wenn er seine Mutter anschaut, müsste er sein Schweigen brechen.
Denn nichts ist schlimmer, als seinem Kind ins Grab zu sehen,
doch auch der Schuldige muß eines Tages gehen.
Wenn die Gerechtigkeit nicht siegt hier auf Erden,
wird er eines Tages vor dem jüngsten Gericht stehen, damit muß er dann fertig werden.

 


Ute mit Andreas ganz tief im Herzen

 

 

           Aufmerksam

 

           Nett

 

           Dankbar

 

           Rechtschaffen

           Ehrlich

           Anständig   

           Schlau

 

 

 

 

 

           Klug

           Objektiv

           Selbstbewusst

           Toll

           Ordentlich

           Lieb

           Aufgeschlossen

           Natürlich

            In-memory-of-andy

 

                                                 

 

 

Dieses Gedicht habe ich an meinen Sohn geschrieben

Sag mir mein lieber Andreas was ist geschehen?
Du gingst zu einem Geburtstag, seit dem habe ich dich nicht mehr gesehen.Gingst fort mit einem Lachen auf deinem Gesicht,
dies werde ich nun nie mehr sehen, weißt du wie fürchterlich das für mich ist?
Was geschah in jener Nacht, warum fand man dich tot im Rhein?
Für mich bis heute unbegreiflich, nein, nein es darf nicht sein.
Nicht mein geliebter Sohn, der allen nur Freude machte,
der so lieb und nett zu allen war und uns zum lachen brachte.
Nicht du, der noch soviele Pläne für die Zukunft hatte, noch soviel erleben wollte.
Der Freundschaft mit Freundschaft und Liebe mit Liebe zollte.
Ich hab für dich getan was ich konnte und bekam es doppelt von dir zurück,
deine Nähe, deine Wärme einfach dein Leben war für mich das größte Glück.
Wie soll ich all das schaffen ohne dich?
Wie soll ich wieder glücklich werden frag ich mich?
Wie soll ich wieder lachen können?
Mir einfach nur was gutes gönnen?
Wie soll es denn nur weitergehen, frag ich mich?
Oh mein geliebter Andreas ich vermisse dich.

 

      Mein geliebter Andreas

 

19 Jahre, Du warst so jung und wolltest noch nicht gehen,

hast nicht gewollt Deine Familie und Freunde nicht mehr wiederzusehen.

Wie kamst Du soweit weg von zu Hause in den Rhein?

Wir wohnen an der Murg, die hatte kaum Wasser, das kann doch garnicht sein.

Tausend Fragen quälen mich, wie waren Deine letzten Stunden,

wurdest Du gejagdt mein Kind, hat man Dich geschunden?

Ich möchte pausenlos schreien und weinen,

im Traum seh ich Dich zwischen Wellen und Steinen.

War es einer oder mehrerer die Dir nach dem Leben trachteten ?

War es nur ihre Aggression, das sie Dein Dasein verachteten?

Ich habe Dich geboren mein Sohn und mußte Dich viel zu früh gehen lassen,

doch ich werde die Schuldigen finden und sie auf ewig hassen.

Andreas ich weiß ich bekomme Dich nicht wieder, egal was ich unternehme,

würde ich aber die Hände in den Schoß legen und nichts tun, müßte ich mich schämen.

Ich bin eine Mutter und jede Mutter gibt mir sicher recht,

für ihr Kind zu kämpfen, nur dann war die Liebe zu ihm echt.

Wissen zu dürfen wann, wo, wie und warum mein Kind starb das war mir verwehrt,

wie schmerzhaft und traurig so etwas ist, hat mich das Schicksal gelehrt.

Doch solange ich atme, mein Herz schlägt und ich lebe, wenn man es Leben nennen kann,

werde ich die Wahrheit suchen und auch finden, glaube fest daran.

 

Andreas ich werde Dich immer lieben Deine Mutter

 

 

Du fehlst uns so Andreas

 

Dein kleiner Bruder Daniel vermisst Dich so sehr,

auch Papa Didi fällt Dein " nicht mehr da sein " unendlich schwer.

Daniel vermisst mit Dir zu spielen und Blödsinn machen in Deinem Zimmer,

er sagt Papa soll Dich nach Hause holen, es wird von Tag zu Tag schlimmer.

Wie soll man einem Kind erklären was Tod bedeutet, das es etwas endgültiges ist ?

Das Du jetzt im Himmel wohnst und nicht mehr bei ihm bist.

Und Papa Dieter steht bei der Arbeit und denkt an dich,

seine Gedanken sind stets bei Dir und was geschehen ist.

Sie lieben Dich so sehr und waren so stolz auf Dich,

die beiden so zu sehen ist unendlich hart für mich.

Wenn ich die Beiden nicht hätte, wäre ich wohl schon bei Dir,

sie unterstützen mich ,stehen mir bei und kämpfen mit mir.

Wir werden Dich immer lieben Andreas, Du fehlst uns hier,

in unseren Herzen bist Du lebendig unsere Gedanken sind immer bei Dir.

 

In ewiger Liebe Deine Mutter, Papa Didi und Dein kleiner Bruder Daniel

 

                                                       
          

  Fragt mich nicht, wie es mir geht, 

  was soll ich euch zur Antwort geben.

  Es geht mir gut, würde bedeuten ich habe es überwunden---

  aber dem ist nicht so.

  Sage ich es geht mir schlecht, 

  was würdet ihr darauf antworten?

  Ach es wird schon wieder, oder die Zeit heilt Wunden

  oder mit jedem Jahr wird es besser?

  Ich muß euch sagen das dies nicht wahr ist.

  Je mehr Zeit vergeht, umso schlimmer wird es, 

  weil die Sehnsucht nach meinem Kind so groß ist

  und das Heimweh nach ihm mein Herz zerreisst.

  Sagt mir nicht wie ich leben, handeln, denken soll,

  denn ihr könnt mir keine guten Ratschläge geben,

  ausser ihr seid selbst betroffen und habt somit dasselbe Schicksal wie ich,

  dann  könnt ihr wissen was ich Tag für Tag durchleiden muss. 

  Wer nie sein Kind zu Grabe tragen musste, weiß nicht

  wie es ist den Namen des eigenen Kindes auf dem Grabstein zu lesen,

  der weiß nicht wie es ist, wenn einem bei lebendigem Leib

  das Herz heraus gerissen wird.

  Man muß das Leben neu lernen, sogar das lächeln, geschweige denn das Lachen.

  Und wenn ich lache, schaut in meine Augen, in mein Herz,

  da seht ihr wie es mir wirklich geht.

  Nehmt mich in den Arm wenn ich schwach bin,

  schweigt mit mir, wenn die Stimme versagt.

  Laßt mich weinen, ohne euch daran zu stören oder ihr etwas sagt,

  das mich noch trauriger macht.

  Laßt mich lachen, wenn mir danach zumute ist,

  damit ich Kraft sammeln kann für die ganz dunklen Tage.

  Es ist leicht über einen Trauernden zu urteilen,

  wenn selbst man nicht betroffen ist und die Familie komplett ist.

  Versteht mich und geht mit mir diesen grausamen, steinigen Weg,

  der einem alles abverlangt, was man an Kraft, Mut und Stärke besitzt.

  Laßt mich entscheiden, wie ich am besten dieses Kreuz tragen kann

  oder aber laßt mich in Ruhe und alleine meinen Weg zu Ende gehen,

  denn noch mehr Schmerzen kann und will ich nicht tragen müssen.

 

Dies Zeilen habe ich geschrieben, als ich selbst zu spüren bekam, wie Worte einen verletzen können, wenn sie unbedacht daher gesagt werden, von Menschen, die nicht mitreden können, weil für sie das Leben unverändert und immer noch glücklich ist.

 

 

                                                                            

"Du hast ein Recht auf

Deine Trauer"

 

Du darfst Dich Deinen Verlusten widmen,

musst nicht verdrängen, was Dich beschwert.

 

 Du hast ein Recht, das abzutrauern, was Dich so tief enttäuscht hat

und was Du nicht ändern kannst.

 

Du hast ein Recht auf Deine Tränen, auf Dein Schweigen,

auf Deine Ratlosigkeit, auf Deine innere und äußere Abwesenheit.

 

Du musst nicht den Glücklichen spielen,

nicht über den Dingen stehen.

 

Du hast ein Recht, die wegzuschicken, die Dich mit Gewalt aus Deiner Trauer herausholen wollen,

weil Deine Trauer sie selbst bedroht.

 

Du hast ein Recht auf Deine Trauerzeit.

Du hast ein Recht, mit denen nicht reden zu wollen,

die Dir ein schlechtes Gewissen machen für Deine Dunkelheit

und Deine Trauer.

Die mit Sprüchen kommen und Dich mit diesen Sprüchen unter Druck zu setzen versuchen.

 

Du hast ein Recht auf Deine Trauerstille.

Du hast das Recht, Dich zu wehren, gegen die, die Dir sagen,

was Du fühlen darfst und was nicht,

die Dich nicht als einzelnen, sondern als Fall behandeln

und sich innerlich nicht wirklich mit Dir einlassen.

 

Vielleicht macht Dich nichts so menschlich wie Deine Trauer.

Über sie kann ein Trauernder sich Dir nähern und

auf Verständnis hoffen.

 

Trauern zu können ist eine Gabe.

Lass Dir das Recht auf Deine Trauer nicht nehmen.

 

Du hast das Recht, Deine dunklen Stunden zu durchleben und

Dich nicht durch billige Sprüche aus ihnen herauslocken zu lassen.

Schon der Versuch ist eine Entwürdigung Deiner inneren Wirklichkeit. Du bist auch Deine Dunkelheit.

Die Abgründe und Widersprüche gehören auch zu Dir.

Die Schatten geben Deinem Leben Tiefe und Menschlichkeit.

 

Wer mit Dir in Beziehung tritt, sollte wissen, dass diese Seite zu Dir gehört.

Wer sie in Dir ablehnt, hat nicht das Recht, sich Deinen Freund und Deine Freundin zu nennen.

 

Manche geben Dir nicht das Recht auf diese Seite in Dir.

Sie erwarten, dass Du sie unterschlägst und das Glück vorspielst.

Vielleicht haben sie weniger Angst für Dich, als für sich selbst,

weil sie durch Dich an das Unoffene in sich selbst geraten.

 

Wenn sie darum Dir helfen wollen, geschieht es nicht,

um Dir zu helfen, sondern sich selbst............"

 

(U. Schaffer)

                                                                 

 

WAS WISST IHR VON MIR?
NICHTS!
ICH LEBE NICHT ICH FUNKTIONIER
MEIN SCHMERZ IST SO GROSS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR

IHR LACHT UND SCHERZT UND ICH LACHE MIT
DENN DAS ERWARTET MAN DOCH
ABER WENN ICH ALLEIN BIN WEINE ICH IMMER NOCH
MEIN SCHMERZ IST SO GROSS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR

IHR ERZÄHLT VON EUREN "KLEINEN SORGEN"
UND ICH TU SO ALS HÖRTE ICH ZU
ABER WÄHREND IHR WISST
DASS MAN ALL EURE PROBLEME LÖSEN KANN
GEHE ICH ZUM GRAB MEINES KINDES UND ZÜNDE KERZEN AN.
MEIN SCHMERZ IST SO GR0SS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR.

IHR SAGT DIE ZEIT HEILT ALLE WUNDEN
UND IRGENDWANN WIRD ALLES WIEDER GUT SEIN
DOCH ICH WEIß MEINE WUNDEN HEILT KEINE ZEIT
ICH WERDE NIE MEHR WIE FRÜHER SEIN
MEIN SCHMERZ IST SO GROSS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR

IHR VERMEIDET DEN NAMEN MEINES SOHNES
WEIL IHR DENKT DASS MIR DAS KUMMER BRINGT
DOCH ER IST SOWIESO IMMER IN MEINEN GEDANKEN
NICHTS IST MIR WICHTIGER ALS DIE ERINNERUNG AN MEIN KIND
MEIN SCHMERZ IST SO GROSS
NICHTS WISST IHR VON MIR, NICHTS VERSTEHT IHR.

IHR SAGT "DASS LEBEN GEHT WEITER,
DAS IST DER LAUF DER ZEIT"
ICH WEISS NUR DASS ICH LEBEN MUSS, OBWOHL ICH ES NICHT WILL
KEINER FRAGT: "BIST DU DAZU BEREIT?"
MEIN SCHMERZ IST SO GROSS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR

DARUM NUR EINE BITTE
GEBT MIR KEINE RATSCHLÄGE WIE ICH LEBEN SOLL
LASST MICH EINFACH WIE ICH BIN
UND WENN ICH GEHEN WILL SO NEHMT ES HIN
MEIN SCHMERZ IST SO GR0SS
NICHTS WISST IHR VON MIR NICHTS VERSTEHT IHR
(Angelika Cammarata)

                             

                                                                                                                                                 

 

Mitmenschen, nehmt uns Trauernde an !

Geht behutsam mit uns um, denn wir sind schutzlos.
Die Wunde in uns ist noch offen und weiteren Verletzungen preisgegeben.
Wir haben so wenig Kraft, um Widerstand zu leisten.

Gestattet uns unseren Weg, der lang sein kann.
Drängt uns nicht, so zu sein wie früher, wir können es nicht.
Denkt daran, dass wir in Wandlung begriffen ind.


Lasst Euch sagen, dass wir uns selbst fremd sind. Habt Geduld!

Wir wissen, dass wir Bitteres in Eure Zufriedenheit streuen,
dass Euer Lachen ersterben kann, wenn Ihr unser Erschrecken seht,
dass wir Euch mit Leid konfrontieren, das Ihr vermeiden möchtet.

Wenn wir Eure Kinder sehen, leiden wir.
Wir müssen die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen.
Wir haben die Sicherheit verloren, in der Ihr noch lebt.

Ihr haltet uns entgegen: Auch wir haben Kummer!
Doch wenn wir Euch fragen, ob Ihr unser Schicksal tragen möchtet, erschreckt Ihr.

Aber verzeiht: Unser Leid ist so übermächtig, dass wir oft vergessen,
dass es viele Arten von Schmerz gibt.

Ihr wisst vielleicht nicht, wie schwer wir unsere Gedanken sammeln können.
Unsere Kinder begleiten uns. Vieles, was wir hören, müssen wir auf sie beziehen.
Wir hören Euch zu, aber unsere Gedanken schweifen ab.

Nehmt es an, wenn wir von unseren Kindern und unserer Trauer zu sprechen beginnen,
wir tun nur das, was in uns drängt.
Wenn wir Eure Abwehr sehen, fühlen wir uns unverstanden und einsam.


Lasst unsere Kinder bedeutend werden vor Euch.
Teilt mit uns den Glauben an sie. Noch mehr wie früher sind sie ein Teil von uns.
Wenn Ihr unsere Kinder verletzt, verletzt Ihr uns.
Mag sein, dass wir sie vollendeter machen, als sie es waren,
aber Fehler zuzugestehen fällt uns noch schwer.
Zerstört nicht unser Bild! Glaubt uns, wir brauchen es so.

Versucht, Euch in uns einzufühlen. Glaubt daran, dass unsere Belastbarkeit wächst.
Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuem Selbstverständnis leben werden.
Euer "Zu-trauen" stärkt uns auf diesem Weg.

Wenn wir es geschafft haben, unser Schicksal anzunehmen,
werden wir Euch freier begegnen.
Jetzt zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen.
Wir brauchen Eure Annahme.

Vergesst nicht: wir müssen so vieles von neuem lernen,
unsere Trauer hat unser Sehen und Fühlen verändert.

Bleibt an unserer Seite!
Lernt von uns für Euer eigenes Leben!

von Erika Bodner

 

 

Danksagung

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und enttäuscht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem aber danke ich all denen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

(Paulo Coelho)

 

                                        

 

 

 

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